Ortsrat lehnt Umzugsgedanken vom FC Wacker Neustadt ab
Neustadt. Vor knapp einem Jahre reichte die FDP-Fraktion einen Antrag zur Prüfung einer möglichen Umsiedlung des FC Wacker Neustadts in die Nähe der KGS ein, der nun im Ortsrat mehrheitlich abgelehnt worden ist. Das Abstimmungsergebnis wird sich wohl in den folgenden beratenden Gremien sowie im Rat fortsetzen.
Auf Nachfragen zur Drucksache sowie auf die Beantwortung von Anfragen zur weiteren Behandlung dieses Themas, ließ die Stadtverwaltung die Politik mehrere Monate auf sich warten. Nun wurde die Drucksache in der Ortsratssitzung der Kernstadt am 4. Januar 2023 behandelt. Die Entscheidung in dem Fall eindeutig: Die Stadtverwaltung wird ohne eine Prüfung eines alternativen Standortes beauftragt, einen Pachtvertrag mit dem FC Wacker e.V. für die nächsten 20 Jahre zu verhandeln.
Dies gibt dem Fußballverein eine langfristige Sicherheit am jetzigen Standort zu bleiben und Investitionen vorzunehmen. „Aus Sicht des Vereins ist es natürlich begrüßenswert, nun endlich Klarheit zu haben. Aus politischer Sicht ist es nicht nachvollziehbar, ein Thema mit möglichen Vorteilen für die KGS, dem Balneon, dem FC Wacker Neustadt und dem JFV Neustädter Land e.V. von vornherein nicht neutral prüfen zu lassen, sondern sich auf nicht weiter begründbare Annahmen der Stadtverwaltung zu verlassen“, erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Edward-Philipp Pieper.
Politische Entscheidung ohne ausreichende Faktenlage
Die FDP-Fraktion favorisierte den Standort Nähe der KGS zwar stets deutlich, zeigte sich jedoch im Grundsatz ergebnisoffen. „Wäre nach einer neutralen Prüfung aus den unterschiedlichsten Gründen belegbar gewesen, dass das Vorhaben nicht realisierbar ist, hätten wir den Antrag nicht weiter verfolgt. Das war immer unsere Position. Nun eine politische Entscheidung nicht auf Grundlage von Fakten zu treffen, ist zwar bedauernswert, jedoch in Neustadt keine politische Neuheit“ so Pieper weiter.
Am jetzigen Standort des Vereins befindet sich das von der Stadt verpachtete Vereinsheim im Sanierungsstau. Insbesondere die Duschmöglichkeiten sind hier nicht mehr zeitgerecht. „Im Rahmen der Vertragsverhandlungen ist nun die Stadtverwaltung gefordert, dem Verein eine Perspektive in Aussicht zustellen, der den Weg frei zur Beseitigung dieser Zustände macht“ ergänzt FDP-Ratsherr Arne Wotrubez.