Punktesystem muss angepasst werden

Neustadt. Bereits während der Ratssitzung am 1. Juni 2023 äußerte die FDP-Fraktion Kritik an das neue Vergabeverfahren bei Plätzen von Krippen-, Kita- und Hortkindern. Dennoch wurde das Verfahren trotz weiterer berechtigter Einwände von den Einwohnern letztlich vom Rat verabschiedet.

Hauptkritikpunkte waren die jährliche Neuanmeldungen im Hort, die geringe Punktevergabe für Geschwisterkinder und mangelnde Einbeziehung der Freien Träger im Neustädter Raum sowie Berücksichtigung derer Besonderheiten. Zu letzterem hat die FDP-Fraktion schon im August 2022 einen intensiveren Austausch öffentlich gefordert.

In der Ratssitzung versuchte man die Beschlussvorlage trotz der bestehenden Einwände mit einem ersten Schritt zu einer transparenten Platzvergabe zu begründen. Nichtsdestotrotz ist man von dem ersten Entwurf aus 2022 kaum abgewichen.

Das jetzige Punktesystem ist ungerecht

„Für uns ist klar, dass wir ein Punktesystem benötigen. Allerdings sollten Politik und Verwaltung im Vorhinein im Stande sein, berechtigte Einwände auszuräumen und notwendige Anpassungen vorzunehmen“, erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Edward-Philipp Pieper.

Der sozialpolitische Sprecher Arne Wotrubez hat daher den Bürgermeister in einer E-Mail aufgefordert, ein weiteres Treffen mit den Betroffenen zu terminieren und dem Rat eine Ergänzungsvorlage mit Anpassungen nach der Sommerpause vorzulegen. „Dieses Thema muss zur Chefsache gemacht werden. Nun besteht genügend Zeit, um zu reagieren und berechtigte Sorgen zu nehmen!“, so Wotrubez abschließend.