Regionsversammlung erweist der Windenergie einen Bärendienst

Hannover/Neustadt. Die rot-grüne Mehrheit in der Regionsversammlung hat am heutigen Dienstag, den 1. April 2025, gemeinsam mit dem Regionspräsidenten Steffen Krach eine Teiländerung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) beschlossen. Diese sieht die Ausweisung von Vorranggebieten für Windenergie auf 2,34 % der Flächen in der Region vor – mehr als das Dreifache der ohnehin gesetzlich vorgeschriebenen 0,63 %. Auch der Neustädter Norden ist betroffen.

„Ein solch überproportionaler Ausbau lässt sich weder mit dem notwendigen Netzausbau realistisch umsetzen, noch wird er bei den Anwohnern auf Akzeptanz stoßen – insbesondere, wenn Windräder in großer Anzahl das Landschaftsbild dominieren“, erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Edward-Philipp Pieper.

Die CDU/FDP-Gruppe in der Regionsversammlung hatte daher einen Änderungsantrag eingebracht, der u.a. eine moderatere Ausweisung von Vorranggebieten auf 0,75 % der Flächen vorsah. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt.

„Die Windenergie ist ein zentraler Bestandteil unserer zukünftigen Energieversorgung. Doch der Ausbau muss durchdacht und mit Augenmaß erfolgen – hier wird erneut Widerstand statt Fortschritt riskiert“, so Pieper abschließend.